Gruß und Dank

Allen meinen Lesern und Followern möchte ich ein gutes neues Jahr 2017 wünschen. Wie auch immer gut oder schlecht das letzte Jahr privat für den einen oder anderen aus­ge­fal­len sein mag – für mich war es ein gutes Jahr –, politisch muss es in jedem Fall ein bes­se­res neues Jahr werden.

Es muss ein besseres neues Jahr werden – auch deshalb, weil Politisches und Pri­va­tes im­mer schwerer zu trennen sind – jedenfalls für mich, der ich mich als einen politischen Men­schen verstehe. Ohne ihre politische Dimension (die in der Tradition immer gesehen wur­de) hätte Philosophie für mich nicht das Gewicht, das sie hat.

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Der bekannte Musiker Brian Eno – viel eher ein Philosoph als viele, die sich heute so nen­nen – schreibt in einem kurzen Neu­jahrs­post auf Facebook: „2016 was indeed a pretty rough year, but I wonder if it’s the end – not the beginning – of a long decline. Or at least the beginning of the end… for I think we’ve been in decline for about 40 years, enduring a slow process of de-civilisation, but not really quite noticing it until now. I’m reminded of that thing about the frog placed in a pan of slowly heating water…“

eno-klein„This decline includes the transition from secure employment to pre­ca­ri­ous employment, the destruction of unions and the shrin­k­age of workers’ rights, zero hour contracts, the dismantling of local go­vern­ment, a health service falling apart, an underfunded education system ruled by meaningless exam results and league tables, the increasingly acceptable stigmatisation of immigrants, knee-jerk nationalism, and the concentration of prejudice enabled by social media and the in­ter­net.“ (vgl. http://www.nme.com/?p=1930038)

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2017 wird es einige Veränderungen in meinem Blog geben, sowohl inhaltlicher als auch for­ma­ler Art. Inhaltlich wird weiterhin die Gesellschaftskritik im Fokus meiner Blog­bei­trä­ge stehen, aber ich werde sie in einer längeren Sequenz kunsttheoretisch wenden: Ich wer­de, im Ausgang von meinen Beiträgen zu Widerspruch und Widerstand,  nach einer „Äs­the­tik des Widerstands“ (Weiss) fragen. Das interessiert mich z. Zt. am meisten.

Formal werde ich die unglückliche Trennung meiner biographischen Website und meines philosophischen Blogs endlich aufheben. Wie das geschieht, ist allerdings noch offen. Ent­we­der wird es nur noch den philosophischen Blog geben – angereichert durch (um­fäng­li­che­re) biographische und bibliographische Informationen. Oder es wird kor­re­spon­die­ren­de Slots auf beiden Sites geben; mal schauen.

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Ich möchte allen Followern für ihre Treue danken, insbesondere einigen flei­ßigen Kom­men­ta­to­ren meines Blogs: N.B.Innuendo, Marc Schoen, SamTrajoUser003, J. C., M. S., She­vek und MattGrau. Ohne Mitfragende und Mitstreitende fällt es schwer, sich den Mü­hen der Kritik zu unterziehen – einer Kritik, die, wie ich hier nicht müde werde zu be­to­nen, immer auch Selbstkritik einschließt.

christian-kupkeIst die in meinen Blogbeiträgen formulierte, manchmal mehr ana­ly­ti­sche, manchmal mehr polemische Kritik be­rechtigt oder un­be­rech­tigt, an­ge­mes­sen oder überzogen, plausibel oder un­plau­si­bel? Wer­de ich in meiner ei­ge­nen Arbeit den Maßstäben, die ich an die Äußerungen und Texte anderer an­lege, gerecht? Ohne Le­ser und / oder Follower ist hier kaum eine Ori­en­tie­rung möglich. Danke.

Über Christian Kupke

Philosoph, Autor + Dozent
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